Kompressions-Strümpfe

Strumpflängen: Vier Längen stehen zur Auswahl

Strumpflängen Kompressionsstrümpfe

Je nach Lokalisation der Veränderungen, Ziel der Therapie und individueller Situation des Patienten kommen
vier Versorgungsarten in Frage:

  • Wadenstrümpfe
  • Halbschenkelstrümpfe
  • Schenkelstrümpfe
  • Strumpfhosen

In den meisten Fällen reichen Wadenstrümpfe aus. Für Patienten, die viel sitzen müssen, sind sie auch angenehmer zu tragen – besonders bei höheren Kompressionsklassen. Sind die Krankheitsprozesse mehr proximal lokalisiert, muss der Kompressionsstrumpf länger sein – krankhafte Veränderungen im Kniebereich erfordern einen Halbschenkelstrumpf und Veränderungen am Oberschenkel einen Schenkelstrumpf.

Auch in der Schwangerschaft, nach Varizenoperation oder bei Lymphödem ist in der Regel ein Schenkelstrumpf oder eine Strumpfhose indiziert. Für Schwangere gibt es Modelle mit elastischerem Hosenteil, für Herren solche mit Schlitz oder offenem Schritt. Befestigungsprobleme können auch die Verordnung einer Strumpfhose erforderlich machen. Ist die Kompression nur für ein Bein notwendig, bietet sich eine halbe Strumpfhose an.

 
 
Kompressionsstrümpfe ohne Spitzen

Alle Kompressionsstrümpfe können mit oder ohne Spitze verordnet werden. In den Kompressionsklassen I und II sind Strümpfe mit Spitze vorzuziehen, da der Patient dann keine zusätzlichen Oberstrümpfe tragen muss. In den Kompressionsklassen III und IV greift man besser zu Strümpfen ohne Spitze, so dass beim Anziehen eine Anziehhilfe benutzt werden kann.

Prinzipiell gilt für die Länge des Strumpfes: so lang wie nötig, so kurz wie möglich.