Orthopädische Einlagen

orthopädische Einlagen

Fußleiden können sich auf den ganzen Körper auswirken, wenn sie eine ungünstige Körperhaltung verursachen. Häufig entstehen dadurch

  • Gelenkschäden an Knien, Hüfte oder Wirbelsäule,
  • Bandscheibenprobleme, 
  • Kopfschmerzen.

Die Ursachen sind vielfältig:
Veranlagung, Übergewicht und Bewegungsmangel, harte Böden, falsches Schuhwerk, altersbedingter Verschleiß oder Verletzungsfolgen, Sport? und Überlastungsschäden, rheumatische Veränderungen, Durchblutungsstörungen oder Neuropathien.

 

Gut angepasste Einlagen können Fußbeschwerden deutlich reduzieren. Mehr Bewegung und gezielte Fußgymnastik, vor allem aber die richtigen Schuhe erweitern und stabilisieren die Erfolge einer korrekten Einlagenversorgung.

Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Einlage-Typen:

1. Kopieeinlagen (Stützeinlagen)

Dieser am häufigsten verordnete Typ ist vor allem bei Haltungs- und Stellungsfehlern indiziert. Er stützt den Fuß an seinen Schwachstellen, beim Knickfuß also im Fersenbereich, beim lockeren Senk- oder Plattfuß unter der Längswölbung und beim Spreizfuß im Bereich der Querwölbung. Die Einlage soll bewirken, dass der Fuß auch in belasteter Stellung seine Form behält.

2. Bettungseinlagen

Sie betten den Fuß ein, entlasten ihn durch Umverteilung des Drucks und bieten Schutz durch stoßdämpfende Eigenschaften. Indiziert ist dieser Einlagentyp z.B. beim kontrakten, nur mit Kraftaufwand zu korrigierenden Plattfuß oder Ballenhohlfuß. Ferner kommen Bettungseinlagen beim diabetischen, neuropathischen und rheumatischen Fuß, beim Fersenspornsyndrom, bei der Sesamoiditis sowie beim hallux rigidus zum Einsatz.

3. Korrektureinlagen

Dieser Typ hat die Aufgabe, eine Fußfehlstellung zu korrigieren, aber auch die weitere Verschlechterung zu verhindern. Die Korrektureinlagen kommen für Kinder und Jugendliche bis zum Wachstumsende in Frage, die unter Knick-Plattfuß, Klumpfuß (nach einer Gipsbehandlung), Sichelfuß oder Spreizfuß leiden.