Unterschenkel

Unterschenkelkurzprothese mit Weichwandschaft und Kondylenbettung

Unterschenkelkurzprothese

Die gängigste Art einen Unterschenkelstumpf zu versorgen ist die kondylenbettende Unterschenkelprothese. Abgebildet ist eine solche Prothese im Rohbau, wie sie auch vorübergehend als Interimsprothese verwendet wird. Sie besteht aus einem Karbonschaft und einem weichen, polsternden Innenschaft. In der Prothese werden Stumpfstrümpfe getragen. Die Prothese hängt sich suprakondylär an den Femurkondylen auf und kann nicht abrutschen, sofern die Fassung eng genug gearbeitet ist. Höchste Sorgfalt muss der anfertigende Orthopädie-Techniker der gleichmäßigen Einbettung des Stumpfes widmen. 

Auch das Stumpfende sollte Kontakt im Prothesenschaft haben. Löcher am Schaftboden um den Stumpf dadurch einzuziehen, sind keinesfalls eine geeignete Lösung. Bei sehr weichem Stumpfende kann ein geteilter Innenschaft dafür Sorge tragen, dass die Weichteile des Stumpfes an der richtigen Stelle zum Liegen kommen. 

 
Kosmetiküberzug für Unterschenkelprothese

Besonderes Augenmerk legen wir bei der Anfertigung auf maximale Gewichtsreduktion sowie auf die Kosmetik. Gerade für ältere Amputierte ist es von ganz entscheidender Bedeutung, dass ihre Prothese leicht ist. Je nach Größe kann ein Gewicht von 650 bis 1100 Gramm realisiert werden. Diese Leichtgewichte sind nur möglich, weil wir unsere Prothesen ausschließlich aus Karbon herstellen.

Die fertig gearbeitete Prothese wird zum Schluss mit einer Kosmetik versehen, die den Übergang vom Fuß zum Prothesenschaft nicht mehr erkennen lässt. In einem speziellen Spritzverfahren ist es möglich die Farbe der Prothese dem erhaltenen Bein weitgehend anzugleichen.