Oberschenkel

Die querovale Schaftform

Oberschenkel querovale Schaftform

Hierbei sitzt das Sitzbein auf dem Schaftrand auf. Über diesen Punkt wird ein großer Teil des Körpergewichtes abgefangen. Der Stumpf wird von allen Seiten (auch am Schaftboden) vom Schaft umschlossen und gleichmäßig komprimiert. Damit der Amputierte nicht von der Tuberbank, auf der er sitzt, abrutscht und in den Schaft hinein gleitet, ist am vorderen Rand des Schaftes eine Druckpelotte untergebracht; leider dort, wo die meisten Gefäße liegen. Der Druck sollte wohl dosiert sein. Aufgrund der Druckverhältnisse im Schaft ergibt sich eine querovale Schaftform.

Die seitliche Fixierung des Schaftes am Stumpf erfolgt einzig und allein über die Weichteile. Während des Schrittes versucht der Schaft nach außen abzuwandern. Um dies zu verhindern, muss sich der Amputierte über der Prothesen ausbalancieren. Der humpelnde Gang ist daher einprogrammiert.

 

Die längsovale Schaftform

Oberschenkel längsovale Schaftform

Diese Schaftform bewirkt kein Aufsitzen auf dem Sitzbein. Das Körpergewicht wird von der gesamten Stumpfoberfläche getragen. Das Volumen des Schaftes muss daher exakt mit dem des Stumpfes übereinstimmen. Durch die längsovale Komprimierung des Stumpfes wird der seitliche Halt verstärkt. Das Sitzbein wird vom Prothesenschaft umschlossen. Hier findet eine knöcherne Verriegelung statt; der Schaft kann nicht mehr nach außen abwandern. So ist bei dieser Schaftform die Kontrolle über die Prothesen besser. Auch ist, da die Frontalpelotte nicht benötigt wird, die Durchblutung des Stumpfes ungehindert möglich. Nach unserer Ansicht ist die längsovale Einbettung ganz klar die bessere Versorgung und für AVK Patienten zwingend notwendig.