Unterarm

Der Handgelenkstumpf

Handgelenkstumpf

Der Handgelenkstumpf sollte, wenn möglich, einer Unterarmamputation auf jeden Fall vorgezogen werden. Je länger ein Stumpf ist, desto besser die Voraussetzungen für die aktive Beweglichkeit der Prothese. In der Regel endet der Handgelenkstumpf am distalen Ende in einer knöchernen Verdickung, an der eine Prothese sehr gut befestigt werden kann. Bei dem hier abgebildeten Stumpf handelt es sich um eine angeborene Fehlbildung, die in der Versorgung identisch behandelt wird.

Knöcherne Vorsprünge und wie in diesem Fall der Ansatz von Fingern werden zu einem gewissen Grad mit einem Weichwandschaft ausgeglichen. Der Weichwandschaft ist so gearbeitet, dass er sich beim Hineinschlüpfen öffnet. Der Prothesenschaft besitzt eine Klappe, die an der Stelle schließen kann, wo sich der Stumpf im Umfang verjüngt. Dadurch sitzt der Schaft sehr fest auf dem Stumpf. Die Prothesenhand wird myoelektrisch über zwei Elektroden angesteuert, die im Prothesenschaft an den Beugern und den Streckern anliegen. Für die Ansteuerung ist eine bestimmte Stärke erforderlich, die, wenn erforderlich, antrainiert werden kann. Entsprechende Messungen werden in unserem Haus durchgeführt.


Eigenkraft- und myoelektrische Handprothese

Auf nebenstehenden Bildern ist ein junger Mann zu sehen, der durch einen Unfall beide Hände verloren hat. Rechts ist er mit einer Eigenkraftprothese versorgt und links mit einer myoelektrischen Prothese . Fragt man ihn nach seiner bevorzugten Prothese , so nennt er die Eigenprothese mit dem Greifhaken. Sicher ist sie nicht kosmetisch, aber ausgesprochen praktisch. Mit zwei Prothesenhänden repariert der junge Mann in seiner Freizeit sein älteres Auto. Er ist in der Lage, einen Schlüsselbund in die Luft zu werfen und mit der Prothese wieder aufzufangen.