Rumpforthetik

Thorakolumbalorthesen

Thorakolumbalorthesen dienen der weitgehenden Rumpfimmobilisation. Sie bestehen aus einer stabilen Rahmenkonstruktion mit Rückenspangen und Reklinationspelotten mit oberer und unterer Abstützung. Ihr Einsatz ist den schweren destruierenden Prozessen mit hochgradigem Schmerzbild vorbehalten. Zur Verhinderung einer erheblichen Rückenmuskelatrophie als Folge der Immobilisation sollten sie in erster Linie während der hochschmerzhaften Akutphase getragen werden.

Thorakolumbalorthese Pinzip

Welche Orthese ist richtig?

Bei der Verordnung einer Rumpforthese gilt der Grundsatz der Minimalversorgung: So dynamisch wie möglich, so fixierend wie nötig.
Behandelt werden akute oder chronische Schmerzbilder; die Wirbelsäule soll stabilisiert bzw. in ihrer Stellung korrigiert werden, weitere Frakturen sollen verhindert werden. Die Wirbelsäule muss hier vor Belastungen geschützt werden, gleichzeitig soll die Mobilität der Patienten so gut wie nur möglich erhalten werden.

Für die Akzeptanz einer Orthese ist vor allem der Tragekomfort entscheidend. Sie sollte leicht zu handhaben sein, Druckstellen dürfen nicht auftreten. Auch darf die Atmung nicht zusätzlich behindert werden, die ja schon durch die kyphotische Fehlhaltung der BWS sowie die fehlende Bauchpresse beeinträchtigt ist. Das Material ist so zu wählen, dass der Patient nicht zu sehr ins Schwitzen kommt.